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Lehrstuhl Univ.-Prof. Dr. Michael Basse

Postanschrift:

Technische Universität Dortmund
Campus Nord
Institut für Evangelische Theologie
Kirchengeschichte
Emil-Figge-Str. 50
44227 Dortmund

Büro:

  • Gebäudeteil D, Zweiter Stock, Raum 2.415
  • Telefon: (0231) 755-2866
  • Fax: (0231) 755-5455

 

Forschungsschwerpunkte 

Spätmittelalter und Reformation

  • Scholastische Theologie
  • Cajetan und Luther
  • Schrifthermeneutik und Predigtgeschichte der Reformationszeit

19. und 20. Jahrhundert

  • Adolf von Harnack und Reinhold Seeberg
  • Hans Joachim Iwand
  • Kirchengeschichte des Ruhrgebiets

Kirchengeschichtsdidaktik

  • Konzeption eines themenorientierten Kirchengeschichtsunterrichts

 

Forschungsprojekte

  • Edition von Martin Luthers Dekalogpredigten in der Übersetzung von Sebastian Münster (gefördert durch die DFG 2010-2011)

Martin Luthers Dekalogpredigten sind in ihrer lateinischen Fassung, die 1518 erschien, das erste größere Werk des Wittenberger Reformators. 1520 wurden sie von Sebastian Münster (1488-1552), der als Hebraist und Kosmograph Bedeutung erlangte, ins Deutsche übersetzt und damit einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Die historische und theologische Bedeutung von Luthers Dekalogpredigten und deren Übersetzung durch Sebastian Münster besteht darin, dass diese Auslegung der Zehn Gebote wegweisende Ansätze der reformatorischen Grundgedanken Luthers erkennen lässt und zugleich vielfältige Bezüge zum sozial- und kulturgeschichtlichen Kontext dieser Zeit aufweist. Die Rezeption der deutschen Fassung der Dekalogpredigten wirft ein Licht auf die spezifischen Rahmenbedingungen wie auch Intentionen der Verbreitung reformatorischer Ideen. Zudem werden hier theologische Perspektiven eröffnet, die für den ethischen Diskurs und die gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart hilfreich sind.

 

  • Übersetzung und Kommentierung des Gesetzestraktats der Summa Halensis (gefördert durch die DFG 2008-2015)

Die Summa Theologica, die dem in Paris lehrenden Franziskaner Alexander von Hales (1185-1245) zugeschrieben wird, enthält mit ihrer umfangreichen Auslegung des mosaischen Gesetzes (626 Druckseiten) die einlässlichste Rezeption der Tora in der christlichen Theologiegeschichte. Dabei unterscheidet sich die Summa Halensis von anderen christlich-theologischen Auseinandersetzungen mit dem mosaischen Gesetz und insbesondere von anderen Lex-Traktaten in der mittelalterlichen Theologie dadurch, dass sie eine Weitergeltung auch der zivil- und strafrechtlichen Bestimmungen der Tora für Christen postuliert. Über seine kirchen- und theologiegeschichtliche Bedeutung hinaus verdient der Gesetzestraktat der Summa Halensis im Zuge der Hinwendung zur Tora in der gegenwärtigen Theologie und im Zusammenhang mit den interreligiösen und gesellschaftspolitischen Diskursen über das Gesetzesverständnis erneut Beachtung.