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Einführung in die Religionspädagogik

In der Vorlesung „Einführung in die Religionspädagogik“ (Keuchen) am Freitag, den 17. Juni von 10 bis 12 Uhr in Raum EF 50/0.215 gibt es von Pfarrerin Angelika Ludwig (Pädagogisches Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen) Informationen zu:

Mitarbeit als studentische Honorarkraft bei Religiösen Schulwochen der Evangelischen Kirche von Westfalen

Der Dienst an den Schulen ist ein Fachbereich des Pädagogischen Instituts der EKvW, der seit über 65 Jahren Religiöse Schulwochen in ökumenischer Zusammenarbeit durchführt. Religiöse Schulwochen sind einwöchige Veranstaltungen in der Schule für und mit Schüler/- innen der Jahrgangsstufen 9 bis 12 aller Schulformen (entsprechend an Förderschulen und Berufskollegs) im Kontext des normalen Schulalltags.
So sieht die Arbeit konkret aus: In Gesprächgruppen von 12 bis 15 Schüler/-innen werden Fragen der Lebens- und Glaubensorientierung bearbeitet. Die Themen werden in der Regel von den Schüler/innen selbst festgelegt. Die Gruppenleitung liegt wesentlich bei den studentischen Honorarkräften der Religiösen Schulwochenarbeit. Die Leitung einer Woche hat einer der Hauptamtlichen MitarbeiterInnen.
Die Woche schließt am Freitag mit einem für alle Gruppen gemeinsamen Gottesdienst. Im Nachmittagsbereich gibt es thematische Workshops für die Schüler/-innen. Elternabend und Angebote für Lehrende ergänzen das Angebot.

 

Vokation – Kirchliche Bevollmächtigung zur Erteilung von Religionsunterricht

Damit eine Lehrkraft das Fach Ev. Religionslehre erteilen und in diesem Fach eingesetzt werden darf, benötigt sie die staatliche Lehrbefähigung und die kirchliche Bevollmächtigung!
Grundlage insbesondere für die Erteilung der Vocatio bzw. der kirchlichen Bevollmächtigung für die Erteilung von Ev. Religionslehre ist die »Gemeinsame Vokationsordnung« der drei Landeskirchen in NRW, in der die Voraussetzungen für deren Erteilung niedergelegt sind. (Ev. Kirche von Westfalen, Ev. Kirche im Rheinland, Lippische Landeskirche 2000/2001).
Der feststehende Begriff für die kirchliche Bevollmächtigung lautet ›Vocatio‹ (Vokation). Dies bedeutet: Berufung (von lat. vocare = rufen - Verbform: vozieren).
Sie stellt eine Vertrauenserklärung der Kirche an die Religionslehrerinnen und –lehrer dar, die ihrerseits vor Gott und der Gemeinde bestätigen, dass sie ihre Aufgaben im Vertrauen auf Gottes Hilfe wahrnehmen wollen.

Was das genau bedeutet und wie es genau funktioniert, können Sie in der Vorlesung erfahren.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

  

Erfahrungsbericht

Blockseminar „Religionslehrer*in sein“ vom 15.07 bis 17.07.2016

Religionslehrer*in sein - was bedeutet das eigentlich für mich und was ist meine eigene Identität im künftigen Beruf?
Ein Blockseminar in der letzten Vorlesungswoche sollte Antwort auf diese Fragen geben. Interesse am Thema war auf jeden Fall vorhanden, aber die Informationen im Lsf ließen mich zweifeln. Ein Wochenende in Detmold? Ganz schön ungünstig gelegen um ein Dortmunder Seminar dort stattfinden zu lassen, dachte ich mir.

Trotzdem beschloss ich erstmal zur vorbereitenden Sitzung zu gehen und anschließend über meine Teilnahme zu entscheiden. Glücklicherweise konnten alle meine Fragen und Zweifel geklärt werden. Das Seminar fand in Kooperation mit der Lippischen Landeskirche und den weiteren Universitäten Bielefeld und Paderborn statt. Die Kosten für die Unterkunft, die wir gemeinsam bewohnten (ein tolles Gruppenhaus!), wurden von der Lippischen Landeskirche übernommen und für die Verpflegungskosten kam das Pädagogische Institut der EKvW in Villigst auf. Ein Bedenken blieb aber: Ich war die einzige Teilnehmerin aus Dortmund.

Am Freitag reisten wir alle eigenständig bis 15 Uhr in Detmold an. Wir, das war eine Gruppe von drei Studierenden aus Bielefeld, vier Studierende aus Paderborn, ich aus Dortmund, Frau Kammeyer und Frau Keuchen als Vertreterinnen der Universität, der Fachleiter Herr Arnold als Vertreter für die Schule und das Referendariat und Herr Schlüter als Vertreter der Kirche vom Pädagogischen Institut in Villigst - optimale Betreuung also.

Nach einem kurzen Kennenlernen und dem Beziehen der Zimmer, ging es thematisch um unsere eigene religiöse Sozialisation. Anhand von mitgebrachten Gegenständen erzählten alle, wie wir überhaupt dazu gekommen sind, Evangelische Theologie zu studieren. Beeindruckt hat mich zum einen die Offenheit aller Teilnehmer*innen und zum anderen die unterschiedlichen Zugänge und Erfahrungen zur Religion und zum Studium. Das war unheimlich spannend und interessant - jeder Weg war anders.

Samstag Vormittag ging es um Stolper- und Edelsteine, die wir im Zusammenhang mit Uni, Kirche und Schule wahrnehmen. Nachdem jeder seine eigenen Stolper- und Edelsteine formuliert hatte, ordneten wir sie in einem gemeinsamen Gespräch den drei Bereichen Uni, Kirche und Schule zu. Anschließend hatten wir in Kleingruppen von zwei bis drei Studierenden die Möglichkeit, mit den jeweiligen Vertretern in einer Dreiviertelstunde über unsere Fragen, aber auch über Sorgen und Ängste zu sprechen. Die Gespräche waren für uns alle hilfreich. Fragen, die im Unialltag untergehen, aber auch Unsicherheiten im Hinblick auf das Referendariat, die Seminare am ZfsL und die Vokation, konnten geklärt werden. Ab dem Nachmittag bereiteten wir nach einem gemeinsamen bibliodramatischen Zugang zu Lukas 1, 46-55 in zwei Gruppen einen Gottesdienst vor. Für viele war das die erste Gottesdienstvorbereitung - doch auch in der Schule muss man damit rechnen, dass man als Religionslehrer*in gemeinsam mit Schülern einen Gottesdienst vorbereiten soll/ darf.

Am Sonntag feierten wir nach dem Frühstück gemeinsam unseren vorbereiteten Gottesdienst. Den Tag zuvor hatten wir selbst Gebete, Gedanken zu einem Psalm, Fürbitten, die Predigt in Form von selbst geschriebenen Rollentexten und den Segen verfasst. So feierten wir einen ganz besonderen und persönlichen Gottesdienst.
In der abschließenden Reflexion waren sich alle einig, was für ein intensives und tolles Wochenende wir gemeinsam erlebt haben. Dieses Wochenende hat mir nicht nur offene Fragen beantwortet, sondern mich eine tolle Gemeinschaft fühlen lassen und mich in dem Wissen bestärkt, was für ein tolles Unterrichtsfach ich mit Religion habe. Ich kann das Seminar daher nur weiter empfehlen und hoffe, dass Dortmund demnächst stärker vertreten ist. Es bietet eine tolle Verbindung der drei
Bereiche Uni, Kirche und Schule, aber auch der Austausch mit Studierenden anderer Universitäten hat zum Erfolg dieses Seminars beigetragen.

Einführung-Religionspädagogik

Lisa Klimziak, TU Dortmund