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M5-HRG

Studienleistung M5

Skizzierung eines theologischen Problems

 

Formalia

Die Studienleistung umfasst ca. 10 Seiten (ohne Literatur- und Inhaltsverzeichnis):

Din A4 – Schriftgröße 12 Punkt – Times New Roman – 1,5 zeilig – 2 cm Rand, rechts: 4 cm Rand

Auf dem Titelblatt sind Hochschule und Institut, Modul und Studienleistung, Titel der Studienleistung, Name, Matrikelnummer und Abgabedatum angegeben.

Wörtliche und inhaltliche Zitate werden durch Anmerkungen in Fußnoten belegt.

 

Inhalt und Aufbau

Ziel der Studienleistung ist es, ein theologisches Problem (wie etwa: Glaube, Gebet, Gott, Klage, Sünde, Wie kann man von Gott reden? – Was ist Ethik?; Ethik und Moral; Glaube und Werke; Lebensführung; u.v.a.m.) darzustellen und didaktisch zu reflektieren. Die Leitlinie ist, herauszuarbeiten, auf welche grundlegenden Einsichten im Hinblick auf Gott und den Menschen das Problem hinweist.

 

I. Im ersten Teil der Studienleistung wird ein theologisches Problem dargestellt.

Zunächst ist nach dem biblischen Zusammenhang des Problems zu fragen. Taucht das Thema im AT und / oder NT auf oder gibt es Phänomene, die mit dem zu bearbeitenden Problem in einem Zusammenhang stehen? Was sind wichtige biblische Grundeinsichten in diesem Zusammenhang? Gibt es vielleicht unterschiedliche Positionen und Akzentuierungen?

Im Anschluss geht es um die dogmatische bzw. ethische Reflexion des Problems. Gibt es Stationen in der Theologiegeschichte oder im Leben der Kirche, wo das Problem eine besondere Rolle gespielt hat? Gibt es einen oder mehrere Theologen, die sich besonders mit diesem Problem auseinandergesetzt haben? Nach dieser Einordnung wäre es möglich, auch von einem systematisch-theologischen oder ethischen Ansatz her das Problem zu beschreiben und ggf. zu lösen und seine Bedeutung für die Gegenwart herauszuheben. Das Ergebnis wird in einem kurzen Fazit zusammengefasst.

 

Literatur:

Für die biblische Suche kann bibleworks oder bibleserver.com. helfen. Dann können exegetische (TBL; Calwer Bibellexikon; EWNT; ThWNT) und theologische Lexika herangezogen werden (TRE; RGG; TRT). Für die weiterführende Arbeit bieten sich einführende Werke für die Dogmatik (Schneider-Flume; Surall; Leonhardt) bzw. Ethik an und ggf. eine Dogmatik (von Lüpke/Joest; Härle; Beinert/Kühn) oder eine Ethik und ggf. weiterführende thematische Literatur (Aufsatz oder Monographie).

 

II. Die didaktische Vertiefung Ihrer Ausführungen nimmt das Thema aus dem ersten Teil auf.

Gegenstand dieser Studienleistung ist es, das theologische Thema aus Teil I im Hinblick auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten im RU an der Hauptschule, Realschule bzw. der Gesamtschule zu erarbeiten. Die Ausarbeitung sollte folgende Gliederungspunkte umfassen:

1. Darstellung einer fiktiven Lerngruppe und einer offenen Einstiegsaufgabe

2. Didaktisch-methodische Klärungen und Entwicklung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen

3. Erweiterung der Unterrichtsziele um verschiedene Niveaus hinsichtlich der fiktiven Lerngruppe

4. Darstellung von binnendifferenzierten Lernaufgaben zur Entwicklung der Kompetenzen

5. Überlegungen zur Kooperation der Schülerinnen und Schüler

 

Weitere Hinweise:

1. Darstellung einer fiktiven Lerngruppe und einer offenen Einstiegsaufgabe

Im nächsten Schritt beschreiben Sie eine fiktive Lerngruppe, die sich mit dem von Ihnen gewählten Thema/ Text auseinandersetzen soll. Die Gruppe sollte durch mindestens ein Differenzmerkmal gekennzeichnet sein. Dies kann sich auf Merkmale von sonderpädagogischem Förderbedarf beziehen, aber auch auf Genderperspektiven, Perspektiven zu sozioökonomische Bedingungen, die religiöse Sozialisation oder Phasen der religiösen Entwicklung mit Erwartungen an mögliche unterschiedliche damit verbundene Argumentationsstilen, Fähigkeiten und Beeinträchtigungen sowie Erfahrungen.1 Formulieren Sie an dieser Stelle auch eine offene Einstiegsaufgabe, mit der Sie Vorkenntnisse der Lerngruppe zum Thema erheben können.

2. Didaktisch-methodische Klärungen und Entwicklung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen

Nun geht es darum, Unterricht so zu planen, dass die Schülerinnen und Schüler mit den beschriebenen Hintergründen sich auf verschiedenen Niveaus und auf verschiedenen Lernwegen mit dem Lernthema auseinandersetzen können.

Sie können hier:

a) auf einen hinsichtlich der Überlegungen unter Teil I und 1. passenden bestehenden Unterrichtsentwurf (aus einer Fachzeitschrift2) zurückgreifen und dessen Schwerpunkte und Ziele erläutern oder

b) selbstständig einen Teilbereich des unter Teil I dargestellten Themas, das durch die offene Aufgabenstellung unter 1. bereits mit den Perspektiven der Lernenden verbunden wurde, als Lerngegenstand entfalten. Hierzu ist es zumeist hilfreich, auf didaktisch-methodische Überlegungen der bestehenden Ansätze (performative Didaktik usw…3)zurückzugreifen.

Diese Überlegungen münden in die Darstellung bzw. eigene Formulierung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen.

3. Erweiterung der Unterrichtsziele um verschiedene Niveaus hinsichtlich der fiktiven Lerngruppe

Erweitern Sie nun die Zielformulierungen auf insgesamt drei verschiedene Lernniveaus bzw. Lerndimensionen, so wie es für die Lerngruppe, die Sie unter 2. beschrieben haben, sinnvoll ist. Sie sollten an dieser Stelle keine neue Differenz einziehen, sondern sich auf genau die beziehen, die zuvor erläutert wurde. Zur Niveau- bzw. Lernwegdifferenzierung können Sie auf das Modell des Comenius Instituts bzw. das Berliner Kompetenzmodell zurückgreifen sowie die Inklusive Fachdidaktik von Wolfhard Schweiker heranziehen.

4. Darstellung von binnendifferenzierten Lernaufgaben zur Entwicklung der Kompetenzen

Nun entwickeln Sie die verschiedenen Lernwege, die die Schülerinnen und Schüler parallel begehen werden – natürlich entsprechend der Ziele. Sofern Sie mit einem bestehenden Unterrichtsentwurf arbeiten, ist es notwendig jetzt über die bestehenden Lernaufgaben hinaus im Blick auf die Lerngruppe  weitere zu entwickeln.

5. Überlegungen zur Kooperation der Schülerinnen und Schüler

Abschließend geht es darum, einen Raum dafür zu schaffen, dass die Lernenden nicht nur individuell, sondern kooperativ gemeinsam lernen. Skizzieren Sie abschließend, wie Sie sich vorstellen, dass die Lernenden ihre verschiedenen Ergebnisse untereinander in einen Bezug bringen, miteinander diskutieren und voneinander lernen. Entwickeln Sie Beispiele für Impulse für eine Präsentationsphase und ein Reflexionsgespräch von mindestens zwei verschiedenen Aufgaben.

 

Bezug zur Modulprüfung

Die Studienleistung kann Grundlage für die Modulprüfung sein.

 

Fußnoten

1. Vgl. hierzu: Saldern, Matthias von: Inklusion II. Der Umgang mit besonderen Merkmalen. Norderstedt 2013; Gennerich, Carsten: Empirische Dogmatik des Jugendalters. Werte und Einstellungen Heranwachsender als Bezugsgrößen für religionsdidaktische Reflexionen. Stuttgart 2010; Büttner, Gerhard/Dieterich, Veit-Jakobus: Entwicklungspsychologie in der Religionspädagogik. 1., neue Ausg. Göttingen 2013; Qualbrink, Andrea: Geschlechter bilden. Prespektiven für einen genderbewussten Religionsunterricht. Gütersloh 2011.

2. Z. B. Entwurf (Themenhefte)

3. Vgl. hierzu die Beiträge in: Zimmermann, Mirjam; Zimmermann, Ruben (Hg.): Handbuch Bibeldidaktik. Tübingen 2013.