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Studienleistung M6

Skizzierung eines theologischen Themas und individuelle Gestaltung

 

Formalia

Die Studienleistung umfasst ca. 10 Seiten (ohne Literatur- und Inhaltsverzeichnis):

Din A4 – Schriftgröße 12 Punkt – Times New Roman – 1,5 zeilig – 2 cm Rand, rechts: 4 cm Rand

Auf dem Titelblatt sind Hochschule und Institut, Modul und Studienleistung, Titel der Studienleistung, Name, Matrikelnummer und Abgabedatum angegeben.

Wörtliche und inhaltliche Zitate werden durch Anmerkungen in Fußnoten belegt.

 

Inhalt und Aufbau

Gegenstand dieser Studienleistung ist es, ein theologisches Thema (wie etwa: Glaube, Gebet, Gott, Klage, Sünde, Schöpfung, Wie kann man von Gott reden?) im Hinblick auf individuelle Gestaltungsmöglichkeiten im RU am Gymnasium, der Gesamtschule bzw. dem Berufskolleg zu erarbeiten. Hierbei sollen insbesondere künstlerische Gestaltungsformen berücksichtigt werden. Die Ausarbeitung sollte folgende Gliederungspunkte umfassen:

 

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Kurze Darstellung exegetischer bzw. systematisch-theologischer Zugänge zum Thema

2. Darstellung einer fiktiven Lerngruppe und einer offenen Einstiegsaufgabe

3. Didaktisch-methodische Klärungen und Entwicklung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen

4. Erweiterung der Unterrichtsziele um verschiedene Niveaus hinsichtlich der fiktiven Lerngruppe

5. Darstellung von binnendifferenzierten Lernaufgaben zur Entwicklung der Kompetenzen

6. Überlegungen zur Kooperation der Schülerinnen und Schüler

 

Literaturverzeichnis

 

Weitere Hinweise:

1. Kurze Darstellung exegetischer bzw. systematisch-theologischer Zugänge zum Thema

Beginnen Sie mit einer kurzen exegetischen bzw. systematisch-theologischen Klärung zu dem von Ihnen gewählten Thema. Dies umfasst bei der Arbeit mit einem biblischen Text Hinweise zur historischen Situation, die der Text voraussetzt, Überlegungen zu seiner Bedeutung im Kontext des Buches bzw. der gesamten Bibel und Begriffserläuterungen. Gibt es Stationen in der Theologiegeschichte oder im Leben der Kirche, wo das Thema eine besondere Rolle gespielt hat? Gibt es einen oder mehrere Theologen, die sich besonders mit diesem Thema auseinandergesetzt haben? Wichtig ist außerdem, zu untersuchen, wie das Thema in Literatur, bildender Kunst oder Musik rezipiert wurde.1 In einem kurzen Fazit wird zusammengefasst, welche besonderen Einsichten im Hinblick auf Gott und den Menschen mit diesem Thema verbunden sind.

2. Darstellung einer fiktiven Lerngruppe und einer offenen Einstiegsaufgabe

Im nächsten Schritt beschreiben Sie eine fiktive Lerngruppe, die sich mit dem von Ihnen gewählten Thema/ Text auseinandersetzen soll. Die Gruppe sollte durch mindestens ein Differenzmerkmal gekennzeichnet sein. Dies kann sich auf Merkmale von sonderpädagogischem Förderbedarf beziehen, aber auch auf Genderperspektiven, Perspektiven zu sozioökonomische Bedingungen, die religiöse Sozialisation oder Phasen der religiösen Entwicklung mit Erwartungen an mögliche unterschiedliche damit verbundene Argumentationsstilen, Fähigkeiten und Beeinträchtigungen sowie Erfahrungen.2 Formulieren Sie an dieser Stelle auch eine offene Einstiegsaufgabe, mit der Sie Vorkenntnisse der Lerngruppe zum Thema erheben können.

3. Didaktisch-methodische Klärungen und Entwicklung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen

Nun geht es darum, Unterricht so zu planen, dass die Schülerinnen und Schüler mit den beschriebenen Hintergründen sich auf verschiedenen Niveaus und auf verschiedenen Lernwegen mit dem Lernthema auseinandersetzen können.3

Sie können hier:

a) auf einen hinsichtlich der Überlegungen unter 1. und 2. passenden bestehenden Unterrichtsentwurf (aus einer Fachzeitschrift4) zurückgreifen und dessen Schwerpunkte und Ziele erläutern oder

b) selbstständig einen Teilbereich des unter 1. dargestellten Themas, das durch die offene Aufgabenstellung unter 2. bereits mit den Perspektiven der Lernenden verbunden wurde, als Lerngegenstand entfalten. Hierzu ist es zumeist hilfreich, auf didaktisch-methodische Überlegungen der bestehenden Ansätze (performative Didaktik usw…5)zurückzugreifen.

Diese Überlegungen münden in die Darstellung bzw. eigene Formulierung von kompetenzorientierten Unterrichtszielen.

4. Erweiterung der Unterrichtsziele um verschiedene Niveaus hinsichtlich der fiktiven Lerngruppe

Erweitern Sie nun die Zielformulierungen auf insgesamt drei verschiedene Lernniveaus bzw. Lerndimensionen, so wie es für die Lerngruppe, die Sie unter 2. beschrieben haben, sinnvoll ist. Sie sollten an dieser Stelle keine neue Differenz einziehen, sondern sich auf genau die beziehen, die zuvor erläutert wurde. Zur Niveau- bzw. Lernwegdifferenzierung können Sie auf das Modell des Comenius Instituts bzw. das Berliner Kompetenzmodell zurückgreifen sowie die Inklusive Fachdidaktik von Wolfhard Schweiker heranziehen.

5. Darstellung von binnendifferenzierten Lernaufgaben zur Entwicklung der Kompetenzen

Nun entwickeln Sie die verschiedenen Lernwege, die die Schülerinnen und Schüler parallel begehen werden – natürlich entsprechend der Ziele. Sofern Sie mit einem bestehenden Unterrichtsentwurf arbeiten, ist es notwendig jetzt über die bestehenden Lernaufgaben hinaus im Blick auf die Lerngruppe weitere zu entwickeln. Um den künstlerischen Bezug herauszustellen, macht es Sinn, verbale und nichtverbale Ausdrucksformen aufeinander zu beziehen.6

6. Überlegungen zur Kooperation der Schülerinnen und Schüler

Abschließend geht es darum, einen Raum dafür zu schaffen, dass die Lernenden nicht nur individuell, sondern kooperativ gemeinsam lernen. Skizzieren Sie abschließend, wie Sie sich vorstellen, dass die Lernenden ihre verschiedenen Ergebnisse untereinander in einen Bezug bringen, miteinander diskutieren und voneinander lernen. Entwickeln Sie Beispiele für Impulse für eine Präsentationsphase und ein Reflexionsgespräch von mindestens zwei verschiedenen Aufgaben.

 

Bezug zur Modulprüfung

Die Studienleistung kann Grundlage für die Modulprüfung sein.

 

Fußnoten

1. Vgl. hierzu: Lange, Günter; Hoppe-Sailer, Richard; Schütz, Hans-Dietrich: Kunst zur Bibel. 32 Bildinterpretationen. München 1988. Vgl. auch die Themenhefte der Reihe Entwurf. Grundsätzliche übersichtliche Hinweise zu zentralen theologischen Begriffen finden sich bei Lachmann, Rainer u.a.: Theologische Schlüsselbegriffe. Biblisch-systematisch-didaktisch. Reihe: Theologie für Lehrerinnen und Lehrer Bd.1. Göttingen 1999 und alle neueren Auflagen. Dort sind auch bereits didaktische Überlegungen angeschlossen.

2. Vgl. hierzu: Saldern, Matthias von: Inklusion II. Der Umgang mit besonderen Merkmalen. Norderstedt 2013; Gennerich, Carsten: Empirische Dogmatik des Jugendalters. Werte und Einstellungen Heranwachsender als Bezugsgrößen für religionsdidaktische Reflexionen. Stuttgart 2010, Büttner, Gerhard/Dieterich, Veit-Jakobus: Entwicklungspsychologie in der Religionspädagogik. 1., neue Ausg. Göttingen 2013; Qualbrink, Andrea: Geschlechter bilden. Prespektiven für einen genderbewussten Religionsunterricht. Gütersloh 2011.

3. Vgl. hierzu: Gesellschaft für Religionspädagogik (Hg.): Neues Handbuch Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen (BRU-Handbuch). Neukirchen-Vluyn 2005.

4. Z. B. Entwurf (Themenhefte)

5. Vgl. hierzu die Beiträge in: Zimmermann, Mirjam; Zimmermann, Ruben (Hg.): Handbuch Bibeldidaktik. Tübingen 2013.

6. Zum künstlerischen Bezug im Unterricht vgl. Biehl, Peter: Kunst und Religion. Neukirchen-Vluyn 1997 (Jahrbuch der Religionspädagogik, Bd. 13).